Wer an die amerikanische Westküste denkt, hat unvermeidliche Klichees parat. Doch
Adrian H. And The Wounds aus Portland wird wohl keinem einzigen Stereotyp gerecht. Eher trifft zu, das Adrians Murder´n Crime Balladen als perfekter Tim Burton Soundtrack durchgehen würden. Und auch Freunde von
Nick Cave dürften an der sonoren, größtenteils vom Piano begleiteten Stimme ihre Freude haben.
Adrians Band
The Wounds ist ein Multikultipool von japanischen, mexikanischen, deutschen, irischen und us-amerikanischen Musikern, die in den selten Momenten, in denen sie die Dominanz Adrians virtuosen Pianospiels brechen, in intensiver Vielstimmigkeit ein Sammelsurium von musikalischen Zitaten entfachen. Happy Endings kennt der ehemalige Texaner kaum. Schmutz, unergründliche Geheimnisse und soziale Abgründe tun sich hinter den Geschichten auf Dog Solitude auf und versprechen all jenen, die schon jetzt ihre Adventsdepression entwickeln einen wohligen Schauer.