Die Dürener Band
Chrom hält nicht allzu viel von einschränkenden musikalischen Schubladen. So ist der Titel ihres Debütalbums "Electroscope" (wobei "scope" für Bandbreite oder Möglichkeiten steht) durchaus programmatisch zu verstehen, bastelt sich das Trio doch aus der großen stilistischen Bandbreite, welche die elektronische Populärmusik hergibt, einen so eingängigen wie Club-tauglichen Sound zusammen.
Stimmlich bewegen sich
Chrom dabei äußerst effektiv auf dem schmalen Grat zwischen energischer Eindringlichkeit und warmer Melodik. Bassdruck, Wucht und Energie der EBM werden mit den luftigen, technoiden Elementen des Future Pop und den Breitwand-Melodien des Synth-Pop zu einem vielseitigen und kompakten Ohrwurmsound verknüpft, mit dem sie ihre ganz eigene Nische zwischen Bands wie
VNV Nation und
Solitary Experiments besetzen. Abgerundet wird "Electroscope" durch zwei Remixe (u.a. von
Blutengel).