Hierbei handelt es sich um ein limitiertes Digipak mit metallic Heissfolienprägung, inkl. einem Bonustrack. Zusätzlich beinhaltet dieses Digipak eine DVD mit 2 Video Clips, Making Offs, einem Interview und 4 Live Videos aufgenommen beim Feuertanz 2010.
Infos zum Album Hat man die Karriere
Eluveities von Beginn an verfolgt, erfüllt es einen mit Genugtuung, zu sehen, dass die unablässig harte Arbeit des Schweizer Oktetts endlich Früchte trägt bzw. dieses zu voller Größe aufblüht. Auf dem mittlerweile fünften Studioalbum zeigen die Vorreiter der New Wave Of Folk Metal, was in ihnen steckt, präsentieren die perfekte Symbiose aus der bisherigen, ohnehin unglaublich starken Diskografie und legen sogar noch einige Scheite mehr ins lodernde Feuer. "Helvetios" umfasst die gesamte Bandbreite
Eluveities von der rohen Gewalt der frühen Werke wie "Vên" und "Spirit" über die Hymnik des Nuclear Blast-Debüts "Slania" bis zur stromlosen Mystik des Akustik-Meisterstücks "Evocation I The Arcane Dominion" und der schieren Death-Metal-Brutalität des direkten Vorgängers "Everything Remains... As It Never Was".
Während Songs wie "Meet The Enemy" oder "Havoc" komplett nach vorne in Richtung Schnauze navigieren, bietet man mit der Über-Single "A Rose For Epona" außerdem einen poppig angehauchten Ohrwurm, in dem Leier-Schönheit
Anna Murphy ihr ganzes Können am mittlerweile immer einnehmenderen Sangesposten zur Schau stellt. War man schon auf "Evocation" von ihrer Stimme hin und weg, so hat die Jüngste im Bunde nochmals locker zehn Schritte nach vorne gemacht und steht ihrem Vorbild
Björk in nichts nach.
So umwerfend "Helvetios" alleine schon ist, so richtig stimmig wird es, wenn man den Hintergrund und das Konzept kennt und versteht. Hier haben
Chrigel und Co. nämlich ein weiteres Mal direkt mit diversen Wissenschaftlichen Instituten zusammengearbeitet, um, wie von
Eluveitie nicht anders gewohnt, maximale Authentizität zu gewährleisten. Als groß angelegtes Epos erzählt "Helvetios" vom großen Gallischen Krieg, der als omnipräsenter Teil eines jeden Asterix-Comics Grund zum Anlass gibt. Auf der knappen Stunde vorliegenden Schwermetalls geht es jedoch wesentlich rauer und wahrheitsgetreuer zu.
Geschildert wird aus Sicht der Helvetier, was einerseits der Musik einen weiteren, nicht zu unterschätzenden atmosphärischen Anstrich verleiht, die Klänge an sich aber auch die Bilder im Kopf lebendiger erscheinen lassen. Kurzum: Mit "Helvetios" liegt historisch betrachtet der metallische Soundtrack zu einem geschichtlich unheimlich gewichtigen und grausamen Ereignis vor um es musikalisch auf den Punkt zu bringen: Dies hier ist
Eluveities "Black Album" und das nicht nur rein visuell, sondern vielmehr in Bezug auf die Qualität und die monumentale Präsenz dessen.