zurück auf Deutschlands Bühnen mit humorvollen Indie-Hits, modernem Dancepop und laszivem Disco-Flair. Mit viel Akribie, Witz und Poesie skizziert das Trio Szenarios zwischen Lust und Erbrechen, zwischen glitzernden Tanzflächen und düsteren Straßenecken. Provokant, aber stilvoll.
Die Beats der
Gojas bringen Dinge zusammen, bei deren Fusion sich ganze Dimensionslöcher ins schöne Land Absurdistan auftun. Denn so reagiert die strapazierte Realität, wenn die drei Jungs aus drallen Chicks, Backstage-Bier und Pheromonen eine Scheibe synthetisieren, die schafft, was niemand versuchen möchte: Ein Komposition von essentiellen Gothic-Heiligtümern mit einem alles überstrahlenden Discofeeling.
Nie wieder langweilige Patchoulie-Partys, wenn süffisante Streitgespräche zwischen Plateauboots, Nippelpiercing und Discokugel locken! Zwar vermutet man hinter den elektronischen Vocoder- und Synthesizerklängen zunächst Altbekanntes, doch spätestens nach Hits wie "Banana Split" und "Monstertruck" stellt sich ein heiterer Schockzustand ein, als wäre man soeben mit einem Goldbarren verprügelt worden. Die Interpretationen von Party, Liebe und Süßspeisen (in genau dieser Reihenfolge) bieten dem gelangweilten Wohlstandshörer eine Therapie, an deren Ende dicke Autos, Pailiettensuits und ein Eis winken. Doch selbstverständlich gibt es nicht nur Tanzflächenfutter, die
Goja Moon Rockah bedienen auch mit klassischen Balladen. Die empfindsame Seele wird von "Jetzt kommt die Nacht" und "Mein Vampir" in dunkle Ecke gelockt und auch Freunden der gepflegten minimalelektronischen Unterhaltung werden die Platinen knistern, sobald "Heavy Metal Computer" aufgelegt wird.