Es ist ein Zeugnis für ihr Können, wenn es heißt, "Gravity The Seducer", das fünfte Album der Elektropop Provokateure, sei "vintage"
Ladytron, das Album folgt auf dem Fuße der im März veröffentlichten Karriere umspannenden Retrospektive "Best of
Ladytron: 00-10" und markiert eine bemerkenswerte Evolution in dem bewegenden und doch präzisen Pop von
Hunt und seinen Bandkollegen
Reuben Wu,
Helen Marnie und
Mira Aroyo.
Auf dem neuen Album werden die unvergesslichen Gesangsmelodien der Zwillingssirenen Aroyo und Marnie von malerischen Klanglandschaften eingefasst, die wie dahin ziehende Wolkenformationen über den strengen und klaren Bildern des Gesangsvortrages schweben.
Hunt nennt diese Metamorphose des
Ladytron Sounds "Barock n' Roll", aber wie auch immer man ihn bezeichnen mag, er klingt verträumt. Im Gegensatz zu "Velocifero" (2008) nach einigen Jahren des rigorosen Tourens aufgenommen konzentrierten sich
Hunt,
Wu,
Marnie und
Aroyo bei "Gravity The Seducer" minutiös auf ihre Studio Kunstfertigkeit. Das fertige Werk ist ein Fest für den Kopf und die Kopfhörer.