Es ist wunderschön. Es ist dunkel, traurig und dennoch ... - es ist einfach wunderschön.Es fehlen schlichtweg die Worte, um der verzauberten Musik von Sopor Aeternus & The Ensemble Of Shadows auch nur ansatzweise gerecht werden zu können. Jene von Euch, die mit Anna-Varney Cantodeas Kunst vertraut sind, wissen längst, dass sie (buchstäblich) in ihrem gänzlich ureigenen Genre spielt. Allgemein gesprochen, könnte man jede ihrer Veröffentlichungen noch am ehesten mit einer Art vergessenem Soundtrack zu einer gotischen Schauermär vergleichen ... oder einem phantastischen Film, der allerdings nie für ein menschliches Publikum bestimmt war.
Auch dieses, mit Spannung erwartete ...
Auch dieses, mit Spannung erwartete zweite Kapitel des 'Geister-Triptychons' stellt hier glücklicherweise keine Ausnahme dar: Einfühlsam schlägt dieses Album eine Brücke von der dunkeln Kammermusik der Todes-Suite "Dead Lovers' Sarabande" hin zur verspielten Frivolität der EP "A Strange Thing To Say" und fängt dabei mit zarter Hand gekonnt jene Essenz ein, die man zu früherer Zeit noch als Gothic bezeichnet hätte. Auf ihrer einsamen Reise durch die Mitternacht der Seele, durchstreift unsere geliebte Göttin Anna-Varney Cantodea die dunkelsten Feenreiche jenseits des Grabes und erschafft erneut eine von Magie gewobene Tapisserie, zu der wir nur noch eines sagen können: Dies ist mit Abstand ihr bisher BESTES ALBUM!